Beteiligte unter der Schwalbacher Bevölkerung zeigen starkes Interesse am Klimaschutz
Die Online-Umfragen an die Schwalbacher Bürgerinnen und Bürger sowie an Unternehmen zum Thema Klimaschutz sind beendet. Bis zum 31. März 2026 konnten Interessierte daran teilnehmen. An der Umfrage für die Öffentlichkeit nahmen insgesamt 162 Personen teil; für die Umfrage an Unternehmen gingen 13 Rückmeldungen ein. Die Umfragen sind Teil des Klimaschutzkonzepts, das die Stadt derzeit erstellt. Ziel des Konzepts ist es, Maßnahmen zu entwickeln, die dabei helfen, die Stadt bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral zu machen.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsumfrage gaben mehr als drei Viertel der Teilnehmenden an, dass Klimaschutz für sie wichtig oder sehr wichtig sei. Schwalbacherinnen und Schwalbacher sind dabei in vielen verschiedenen Bereichen des Klimaschutzes aktiv. Besonders häufig wird Strom- und Heizenergie gespart: 120 Teilnehmende gaben dies an. Des Weiteren nutzen viele in ihrem Alltag den Öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad oder gehen zu Fuß; 107 Teilnehmende meldeten dies zurück. Das Schwalbacher Fußwegenetz wurde überwiegend positiv bewertet: für 64 Prozent der Antwortenden ist es zufriedenstellend oder sogar sehr zufriedenstellend.
Auf besonderes Interesse für künftige Maßnahmen stieß unter anderem die E-Mobilität. So gaben 70 Teilnehmende an, dass sie in Zukunft gerne ein E-Auto nutzen würden. Bei der Schwalbacher Ladeinfrastruktur scheint aber Ausbaupotenzial gesehen zu werden: nur 8 Prozent der Teilnehmenden schätzten diese als zufriedenstellend bzw. als sehr zufriedenstellend ein.
Zudem erklärten 65 Teilnehmende, dass sie in Zukunft gerne häufiger mit dem öffentlichen Nahverkehr, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein würden. Allerdings wird die Zuverlässigkeit der Bahnen und Busse mit einem eher kritischen Blick gesehen: 97 Teilnehmende bewerteten die Zuverlässigkeit als nicht oder überhaupt nicht zufriedenstellend.
Grundsätzlich scheint der Ausbau der Infrastruktur durch die Stadt einen wichtigen Hebel darzustellen, um mehr Klimaschutz zu ermöglichen. Hier könnte es zum Beispiel um den Ausbau der Ladeinfrastruktur oder des Fahrradwegenetzes gehen. Mit 124 Teilnehmenden gaben mehr als drei Viertel an, dass ihnen ein Ausbau der relevanten Infrastruktur dabei helfen würde, weitere Maßnahmen in ihrem Alltag umzusetzen.
Im Rahmen der Unternehmensumfrage erklärte eine breite Mehrheit der Teilnehmenden, in den vergangenen zehn Jahren mindestens eine Maßnahme zum Klimaschutz umgesetzt zu haben. Eine wichtige Rolle spielte hier der Einsatz energieeffizienter Geräte und Maschinen. Zudem konnten die Unternehmen angeben, welche Formen der Unterstützung ihnen bei der weiteren Umsetzung von Klimaschutz helfen würden. Unter den vorgeschlagenen Möglichkeiten, zum Beispiel Vernetzung mit anderen Betrieben oder persönliche Beratung, wurden übersichtliche Informationen zu Fördermitteln als besonders hilfreich bewertet.
Eine detaillierte Aufbereitung der Umfrageergebnisse wird zeitnah auf der Webseite der Stadt Schwalbach am Taunus veröffentlicht. Die Ergebnisse beider Umfragen werden nun für die weitere Erarbeitung von Maßnahmen für das Klimaschutzkonzept genutzt. Bei Fragen zu den Umfragen oder zum Klimaschutzkonzept können sich Interessierte gerne an Frau Julia Schmidt, Klimaschutzbeauftragte, wenden (Tel. 06196/804-251 oder julia.schmidt@schwalbach.de).