Die städtischen Kindertagesstätten bieten Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr
Die beiden städtischen Kindertagesstätten, das Tausendfüßlerhaus in der Badener Straße und die Kinderkiste in der Pfingstbrunnenstraße, ermöglichen jungen Menschen, ein Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ, zu absolvieren. Ein FSJ ist eine gute Orientierungshilfe für die berufliche Zukunft nach der Schule und ermöglicht Einblicke in den Arbeitsalltag sowie in Aufgaben und Herausforderungen der Erziehungsberufe. Nutzen lässt sich die Zeit auch, um Wartezeiten auf Studien- oder Ausbildungsplätze sinnvoll zu überbrücken; gemeinschaftsorientiertes, soziales Engagement stärkt zudem den Lebenslauf und bietet die Chance, neue Menschen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Verantwortung zu übernehmen.
Zum Team des Tausendfüßlerhauses gehören aktuell zwei FSJlerinnen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind - Ariana Bokhanchenko aus der Ukraine und Diolen Ninal von den Philippinen. Ariana schildert ihr FSJ als ersten Schritt in Deutschland: „Anfangs war alles neu, doch ich habe mich schnell wohlgefühlt. Besonders habe ich es genossen, im Garten mit den Kindern zu spielen.“ Als Höhepunkte nennt sie das Faschingsfest und eine gemeinsam mit den Kindern einstudierte Puppentheater-Aufführung. Rückblickend sieht sie das FSJ als eine gute Erfahrung und als Chance, die Sprache zu verbessern.
Für Diolen Ninal eröffnete das FSJ zahlreiche herzerwärmende Beziehungen: „Ein Jahr voller kleiner Lächeln und großer Lektionen.“ Geduld sei die wichtigste Lektion gewesen und zugleich die wertvollste Fähigkeit, die sie im Freiwilligenjahr erworben habe. Auch sie habe zu Beginn einige Sprachbarrieren meistern müssen. „Das Basteln, Malen, Spielen, Vorlesen und Puzzeln mit den Kindern war einfach toll; am liebsten mochte ich Kunst und Handwerk“, resümiert Diolen. Ihre Empfehlung ist klar: „Ja, ich kann ein FSJ zu 100 Prozent empfehlen! Mein Jahr war prägend und sinnvoll.“
Die Erfahrungsberichte zeigen: Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kindertagesstätte stärkt pädagogische Fähigkeiten und persönliche Entwicklung. Die Freiwilligen lernen empathisch zu handeln, Konflikte zu lösen und klar zu kommunizieren – etwa mit Kindern, Eltern und dem Team. Sie beobachten die Entwicklung der Kinder und planen einfache Angebote. Dabei gewinnen sie interkulturelle Sensibilität und fördern Inklusion.
Im Freiwilligen Sozialen Jahr erhalten Freiwillige monatlich ein Taschengeld in Höhe von rund 400 Euro, eine Sozial- und Unfallversicherung, einen FSJ-Ausweis für Vergünstigungen sowie ein qualifiziertes Zeugnis nach Abschluss der Tätigkeit. Diese und weitere Informationen zum FSJ findet man im Internet auf der Webseite www.ib-freiwilligendienste.de des Internationalen Bundes (IB), der Stellen für den Freiwilligendienst vermittelt oder auf Flyern, die in den Einrichtungen ausliegen. Interessierte an einem FSJ in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen können sich direkt bei den Kitas melden. Dort besteht außerdem die Möglichkeit zu einem unverbindlichen Schnuppertag, um sich vor Ort ein Bild zu machen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen. Informationen zu den Kindertagestätten finden sich auf der städtischen Webseite www.schwalbach.de unter „Bildung und Soziales“ im Bereich „Kinder“.