Gemeinsam Vielfalt gestalten: Die Stadt Schwalbach am Taunus sucht Ehrenamtliche für den Integrationsbereich
Wer in einer neuen Stadt oder sogar in einem neuen Land ankommt, steht oft vor vielen Herausforderungen. Schon kleine Gesten wie ein freundliches Gespräch, Unterstützung beim ersten Behördentermin oder der gemeinsame Besuch eines Stadtfestes, können den Einstieg in eine neue Stadt erleichtern. Deshalb sucht die Stadt Schwalbach am Taunus engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte beim Ankommen begleiten möchten.
„Schwalbach lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Ehrenamt verbindet Menschen und schafft Vertrauen. Wer sich im Integrationsbereich einbringt, hilft nicht nur anderen beim Ankommen, sondern stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Thomas Milkowitsch. Interessierte können sich entweder als Integrationslotsinnen und Integrationslotsen qualifizieren oder eigene Projekte und Begegnungsangebote im Bereich Integration verwirklichen.
Menschen beim Ankommen in Schwalbach begleiten
Integrationslotsinnen und Integrationslotsen unterstützen Neuzugewanderte dabei, sich in Schwalbach zurechtzufinden. Sie begleiten beispielsweise zu Behörden, Schulen oder Kindertagesstätten, helfen beim Verständnis behördlicher Schreiben und informieren über Beratungs-, Freizeit- und Kulturangebote. Ziel ist es, Orientierung zu geben und die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.
Auch die bereits ehrenamtlich engagierte Integrationslotsin Robina Noori weiß, wie wertvoll diese Unterstützung ist: „Als ich nach Schwalbach kam, habe ich viel Unterstützung erfahren. Deshalb engagiere ich mich heute selbst als Integrationslotsin. Es macht mir große Freude, Menschen beim Ankommen zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben.“
Gut vorbereitet ins Ehrenamt
Die Tätigkeit als Integrationslotsin oder Integrationslotse wird durch eine kostenlose Basisqualifizierung des WIR-Vielfaltszentrums Main-Taunus vorbereitet. In sieben Modulen von Oktober bis Mitte November 2026 erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse unter anderem zu interkultureller Kommunikation, Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten vor Ort.
Auch Eigene Ideen sind willkommen
Neben dem Engagement als Integrationslotsin oder Integrationslotse freut sich die Stadt auch über Menschen, die eigene Integrationsprojekte gestalten möchten. „Egal ob ein Begegnungs- oder Sprachcafé, Bewerbungshilfe, gemeinsame Ausflüge, Fahrradkurse – entscheidend ist, Räume der Begegnung zu schaffen“, sagt die Kommunale Integrationsguide Sophia Popp. „Wir unterstützen die Ehrenamtlichen bei der Konzeptentwicklung und Umsetzung, damit die Projekte nachhaltig wirken.“ Die Unterstützung und Umsetzung dieser Projekte erfolgt im Rahmen des AMIF-geförderten KISI-Projekts.
Besondere Vorkenntnisse oder Fremdsprachenkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend sind Offenheit, Geduld und Freude am Umgang mit Menschen. Eigene Migrationserfahrung oder Mehrsprachigkeit sind willkommen. Der zeitliche Umfang des Engagements kann flexibel gestaltet werden. Ehrenamtliche erhalten eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Einsatzstunde und werden durch regelmäßige Austauschtreffen begleitet. Für eigene Projekte können zudem Fördermittel beantragt werden.
Information und Kontakt
Interessierte können sich bis zum 14. August 2026 an die Kommunale Integrationsguide Sophia Popp wenden. Sie ist im Rahmen des AMIF-geförderten Projekts „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI)“ tätig und berät persönlich zu den Einsatzmöglichkeiten und der Qualifizierung.
Frau Popp ist im Rathaus (Zimmer 215), telefonisch unter 06196/804-246 oder per E-Mail an sophia.popp@schwalbach.de erreichbar.
Die Gewinnung, Begleitung und Koordination der Ehrenamtlichen erfolgt im Rahmen des Projekts „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI)“.
Das Projekt KISI wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Land Hessen kofinanziert und richtet sich an anerkannte Drittstaatsangehörige.
Das Projekt „WIR-Integrationslotsen“ wird aus Mitteln des Landesprogramms „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert.