Sophia Popp ist die neue Ansprechpartnerin rund ums Thema Integration in Schwalbach am Taunus
Seit dem 1. November 2025 unterstützt Sophia Popp das Sozial- und Jugendamt bei der Integrationsarbeit. Die Stelle ist Teil des hessenweiten Projekts „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge“ (kurz KISI), das durch den Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) sowie das Land Hessen gefördert wird.
Bürgermeister Alexander Immisch begrüßt die Besetzung: „Wir freuen uns sehr, mit Frau Popp eine engagierte und kompetente Ansprechpartnerin für das Thema Integration gewonnen zu haben. Mit ihrer Unterstützung möchten wir Drittstaatsangehörigen, die in Schwalbach ankommen, den Einstieg vor Ort erleichtern, das ehrenamtliche Engagement fördern und unsere Stadtgesellschaft weiter zusammenbringen. Damit führen wir die erfolgreiche Integrations- und Ehrenamtsarbeit in unserer Kommune weiter.“ Auch die Leiterin des Sozial- und Jugendamts, Brigitte Wegner, freut sich über die Verstärkung.
Im Fokus des Programms KISI stehen Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. 42 Kommunen in Hessen erhalten die Förderung, darunter sechs im Main-Taunus-Kreis. Ziel ist es, Drittstaatsangehörige – also Menschen, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union kommen – beim Ankommen zu begleiten, Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe zu erleichtern und die kommunalen Integrationsstrukturen nachhaltig zu stärken.
In der Funktion als zentrale Ansprechpartnerin für Drittstaatsangehörige in Schwalbach unterstützt Sophia Popp beim Start in den Alltag, informiert über Sprachkurse, Bildungsangebote sowie politische Teilhabemöglichkeiten und gibt erste Orientierung zu grundlegenden Fragen zum Leben in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Mobilisierung, Schulung und nachhaltigen Gewinnung von Ehrenamtlichen. Dabei stärkt sie schon bestehende lokale Unterstützungsstrukturen, arbeitet eng an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Ehrenamt und Bevölkerung und plant Informations- und Begegnungsangebote für die Zielgruppe wie auch für interessierte Schwalbacherinnen und Schwalbacher. Aber auch innerhalb der Kommunalverwaltung soll die neue Stelle wirken. Kooperationen mit der kommunalen Frauenbeauftragten, dem Ehrenamtsbeauftragen oder dem Bürgerbüro sind angedacht und sollen die Integration von Drittstaatsangehörigen stärken.
„Schwalbach ist eine vielfältige Stadt, in der Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen zusammenleben“, sagt Sophia Popp. „Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ist es wichtiger denn je, Integration als gemeinsamen Prozess zu begreifen. Es geht darum, Zugehörigkeit und Teilhabe zu ermöglichen, Zugänge zu erleichtern, Begegnungen zu fördern und die kommunalen Strukturen so zu gestalten, dass sie offen und sensibel für kulturelle Vielfalt sind. Das kann sich in vielfältigen Formaten ausdrücken: von interkulturellen Abenden und Begegnungscafés, über Schulungen zu interkultureller Kommunikation und Antidiskriminierung bis hin zu Informationsveranstaltungen, etwa zur Gewaltprävention für Frauen mit Migrationsgeschichte oder zu Aktionen im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus.
Dem pflichtet auch Bürgermeister Immisch bei und betont: „Mit dem KISI-Projekt setzen wir ein klares Signal für gelebte Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.“
Mit Zuversicht blickt Frau Popp auf ihre neue Aufgabe: „Ich freue mich darauf, zusammen mit den Menschen in Schwalbach vertrauensvolle Räume des Ankommens und der Teilhabe zu entwickeln und das KISI-Projekt von Beginn an mit Leben zu füllen.“
Interessierte Personen, die weitere Informationen zum Projekt möchten oder allgemeine Fragen haben, können sich jederzeit an sie wenden. Sie ist während der Öffnungszeiten des Rathauses in Zimmer 212 anzutreffen oder unter Telefon 06196/804-246 sowie per E-Mail an sophia.popp@schwalbach.de zu erreichen.
Die 29-Jährige lebt seit 2021 im Rhein-Main-Gebiet. Aufgewachsen in München, studierte sie Governance and Public Policy an der Universität Passau sowie Friedens- und Konfliktforschung mit Schwerpunkt Flucht und Migration an der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt. Aufenthalte in Japan, Schweden und Italien erweiterten ihren Blick auf Mobilität, Integration und interkulturelle Vielfalt. Berufliche Erfahrungen sammelte sie unter anderem bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), beim Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel sowie beim Joint Research Centre der Europäischen Kommission.