„Wasser für Schwalbach“ - Historischer Spaziergang zum Tag des offenen Denkmals
Anlässlich des bundesweiten Tages des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE – Denkmale & Infrastruktur“ veranstaltet das Stadtarchiv Schwalbach am Taunus am Samstag, 12. September 2026, um 15:00 Uhr einen historischen Spaziergang. Die Führung widmet sich der Entwicklung der kommunalen Trink- und Abwasserinfrastruktur. Während viele ländliche Gemeinden erst Mitte des 20. Jahrhunderts an ein zentrales Wassernetz angeschlossen wurden, beschloss das damalige Dorf Schwalbach mit seinen 1.320 Einwohnern bereits im Jahr 1910 den Bau einer leitungsbasierten Trinkwasserversorgung sowie einer Abwasserkanalisation. Bis 1912 wurden die wesentlichen Bauabschnitte umgesetzt.
Bürgermeister Thomas Milkowitsch betont: „Dass eine kleine Dorfgemeinschaft vor über 110 Jahren den Mut und die Weitsicht besaß, eine so zukunftsorientierte Infrastruktur entschlossen anzugehen, ist eine außergewöhnliche Leistung für die damalige Zeit gewesen. Diese Entscheidung war ein wesentlicher Schritt für eine verlässliche Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität in Schwalbach.“
Der Spaziergang beginnt am Treffpunkt „Am Brater“ an der Alten Schule. Über den ehemaligen Standort des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Pumpwerks und die Frischwasserquelle am Waldbach bei der Albert-Einstein-Schule führt die Route durch den Europapark zum historischen Hochbehälter nahe der Kronthaler Straße.
Stadtarchivar Michael Kaminski ergänzt: „Neben der Vermittlung der Technikgeschichte von 1910 bis 1912 geht es bei dem Rundgang auch um aktuelle Themen des Wassermanagements, die vor dem Hintergrund moderner Dürreperioden an Bedeutung gewinnen.“
Die meist gemächlich ansteigende Wegstrecke erfordert rund eine Stunde Gehzeit für den einfachen Weg sowie festes Schuhwerk. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Für weitere Informationen steht Stadtarchivar Michael Kaminski telefonisch unter 06196/804-233 oder per E-Mail an michael.kaminski@schwalbach.de zur Verfügung.