„Wir schwärmen für unsere Region“ – die Regionalpark-Wanderbienen sind wieder auf Reisen
Bereits Ende April sind die Wanderbienen aus ihrem Winterquartier am Alten Flugplatz Bonames zu ihrer zehnten Reise entlang des Taunushangs aufgebrochen und haben zunächst auf der Regionalpark-Rundroute an der Agrar-Kultur-Achse in Oberursel–Bommersheim und am Schiefen Wald in Eschborn Station gemacht.
Mitte Juni werden die Imker Florian Haas und Andreas Wolf die drei Bienenvölker mit dem Fahrrad auf einem Anhänger entlang der Regionalpark-Rundroute nach Schwalbach auf eine Wiese beim Viergötterstein transportieren. Die Bienen werden sich bis Ende Juli an dem erfreuen, was die Kleingärten in der Nähe zu bieten haben.
Bürgermeister Thomas Milkowitsch begrüßt die Aktion: „Wir freuen uns sehr, die Wanderbienen in Schwalbach zu empfangen. Das Projekt verbindet Umweltbildung und regionalen Naturschutz auf wunderbare Weise und macht ökologische Zusammenhänge gerade für unsere Kinder im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.“
„Es bereitet uns immer wieder viel Spaß, neue Aspekte der Landschaft im Regionalpark zu entdecken, Standorte für den Bienenwagen zu finden und große und kleine Geschichten über Bienen und Landschaft künstlerisch zu gestalten,“ sagen Florian Haas und Andreas Wolf. „Durch unsere langjährige Vermittlungsarbeit in der Umweltbildung an Schulen und Kitas sind uns die Fragen und das Interesse von Kindern an Bienen vertraut.“
Deshalb bieten sie einen kostenfreien Workshop „Honig für kleine Stadtimker“ mit einem speziellen Angebot an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter an: Spielerisch entdecken sie die Lebenswelt der Bienen, probieren verschiedene Honige und Pollen und erhalten im Rahmen eines kleinen „Honigfrühstücks“ einen altersgerechten Zugang zu den Produkten der Bienen. Im Anschluss können die Wanderbienen vor Ort beobachtet werden – außerhalb und, mit entsprechender Schutzkleidung, auch im Bienenstock. Interessierte Gruppen können sich per E-Mail an gruppe.finger@gmail.com wenden.
Das Projekt
Wie leben die Bienen in unserer Landschaft Rhein‐Main? Welche Lebensbedingungen brauchen sie? Wie gehen Bienen beispielsweise auf die Toilette? Und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die Imker der Künstlergruppe „finger“ (Florian Haas und Andreas Wolf). Und so sind die Fragen und Antworten als großformatige Bildergeschichten auf der Rückseite des Bienenwagens zu sehen, auf der Frau Polli, die Lehrerin der Bienen, ihren Schülerinnen und Schülern erklärt, wie die Welt vor ihrem Flugloch aussieht. Über die so genannten Graphic Novels setzen sich die Künstler mit den Themen zum Bienenleben und ‐sterben, Nektar, Pollen und der umgebenden Landschaft auseinander.
Bei ihrem Projekt sind die beiden Imker auch auf die Unterstützung vor Ort durch die Regionalpark Taunushang GmbH und die jeweiligen Kommunen angewiesen. Die Tradition der Wanderimkerei aufnehmend folgt die Route des mobilen Wagens immer den jahreszeitlich aktuellen Trachtquellen für Bienen und damit dem, was gerade blüht. In jedem Jahr werden landschaftlich besondere Orte am Taunushang angefahren. Ende Juli ziehen die Wanderbienen dann zu ihrem letzten Standort ihrer diesjährigen Wanderschaft nach Kronberg in den Quellenpark Kronthal weiter.