„heimat shoppen“ zur Stärkung des lokalen Einzelhandels und der ansässigen Gastronomie
Unter dem Slogan „heimat shoppen auf Rädern – mit dem ID.Buzz durch Hessen“, tourt die IHK Frankfurt am Main aktuell durch Frankfurt, den Hochtaunuskreis und den Main-Taunus-Kreis und machte dabei auch in Schwalbach am Taunus halt. Mit der bundesweiten Initiative „heimat shoppen“ wollen die Industrie- und Handelskammern den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und das Dienstleistungsgewerbe stärken. Ziel ist es, die Bedeutung für das Einkaufen vor Ort zu stärken und deutlich zu machen, wie wichtig lebendige Innenstädte, persönliche Beratung und regionale Wirtschaftskreisläufe für die Lebensqualität in der eigenen Heimat sind.
Am Mittwoch besuchte eine IHK-Delegation um Oliver Schwebel, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, das im vergangenen Jahr neu wiedereröffnete Geschäft „Blumen Scherer“ in der Gartenstraße 24 in Alt-Schwalbach. Dort traf die Delegation auf Bürgermeister Alexander Immisch, auf die Inhaberin Anja Jungerberg, auf die stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins Schwalbach Katja Bachl-Matzke sowie auf den Wirtschaftskoordinator des Main-Taunus-Kreises Frank Otters.
Bürgermeister Alexander Immisch begrüßte die Delegation der IHK zu ihrem inzwischen vierten Besuch in Schwalbach. „Mit Blumen Scherer stellen wir in diesem Jahr einen Betrieb in den Mittelpunkt, der Neues und Altes verbindet und der aufzeigt, dass auch Traditionsbetriebe nur durch beständige Weiterentwicklung Bestand haben,“ erläuterte Immisch. Aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts gegründeten Familienbetrieb, der zunächst vor allem Obst und Gemüse anbaute und den Großmarkt in Frankfurt belieferte, ist das heutige Fachgeschäft für Floristik entstanden. Die ausgebildete Floristin Anja Jungerberg führt den Familienbetrieb in der vierten Generation und hat sich inzwischen auf moderne Floristik mit Fokus auf aktuelle Farbtrends und harmonische Gestaltung spezialisiert. Zum Angebot gehören unter anderem Blumensträuße, Gestecke, Topfpflanzen, Trauerfloristik, saisonale Pflanzen sowie passende Accessoires. Zudem werden Veranstaltungen, Firmen und Hochzeiten mit Blumenschmuck und Tischdekorationen nach individuellen Wünschen ausgestattet.
IHK-Vizepräsident Oliver Schwebel zeigte sich begeistert für die hinter dem neuen Ladengeschäft noch sichtbare Tradition, der alten Hofreite mit Kühen und Schweinen, aus der der heutige Betrieb gewachsen ist. In Anbetracht der großen Herausforderungen für den Einzelhandel, den der wachsende Online-Handel, steigende Lohn- und Energiekosten und ein verändertes Konsumverhalten zunehmend unter Druck setzen, verdienten die Bemühungen, solche Betriebe in die Zukunft zu führen, besondere Anerkennung.
Bei einer kleinen Führung machte Anja Jungerberg deutlich, dass auch die Floristik einem ständigen Wandel unterliegt und beständige Anpassungen erfordert. Dies gelte für den Blumenschmuck und die Brautsträuße von Hochzeiten ebenso, wie für die Trauerfloristik und den Grabschmuck zu kirchlichen Feiertagen. Ihre Idee, den Hof zukünftig auch als Aufenthalts- und Begegnungsort zu nutzen, konnte Frau Jungerberg bisher nicht umsetzen, hat sie allerdings keineswegs aufgegeben. Mit ihrem insgesamt vierköpfigen Team möchte die geborene Schwalbacherin einen Begegnungsort schaffen, der es insbesondere auch älteren Menschen ermöglicht, sich beispielsweise auf eine Tasse Kaffee zu treffen. Aktuell öffnet der Hof zweimal jährlich seine Pforten für besondere Veranstaltungen. Beim Frühlings-Hoffest und zum Lichterfest im Herbst lädt der Hof in gemütlichem Ambiente zum Besuch und auch für das leibliche Wohl ist dann gesorgt.
Bei der Kampagne „heimat shoppen“ handelte es sich um die größte deutsche Imagekampagne für den Einzelhandel, erläuterte Dr. Alexander Theiss, Geschäftsführer für den Bereich Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main. Gemeinsam mit Wirtschaftsförderungen, Gewerbevereinen und weiteren lokalen Akteuren rücken bundesweit 43 Industrie- und Handelskammern den lokalen Handel in den Fokus und machen die Bevölkerung auf das Angebot vor der Haustür aufmerksam.
Katja Bachl-Matzke, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins Schwalbach am Taunus hob die gute Unterstützung hervor, die die Initiative „Heimat shoppen“ biete. Für den Einzelhandel sei es wichtig, sich zu vernetzen, Nischen zu besetzen und vor allem Aktivität zu zeigen.
Die IHK Frankfurt legt ihren Aktionsschwerpunkt der ganzjährig laufenden Kampagne „heimat shoppen“ auf einen 14-tägigen Zeitraum nach den Sommerferien. Auch in Schwalbach verteilen zahlreiche Geschäfte dann die „Heimat shoppen“-Taschen in einem individualisierten Schwalbach-Design, die ebenfalls beim Interkulturellen Marktplatzfest mit verkaufsoffenem Sonntag am 7. September zum Einsatz kommen werden.