Wolfgang Heinze leitet Haupt- und Personalamt

Autor: Pressestelle
Veröffentlicht am: 18.04.2019

30 Jahre IT im Schwalbacher Rathaus – und wie es weitergeht

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Seit 1. April ist Wolfgang Heinze neuer Leiter des Haupt- und Personalamtes der Stadtverwaltung und damit auch zuständig für das Magistratsbüro. Er folgt Heinz-Jürgen Stein, der nach gut elf Jahren in dieser Aufgabe Ende 2019 vom Magistrat der Stadt in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Wolfgang Heinze war seit 1993 stellvertretender Amtsleiter und Leiter der IT der Stadtverwaltung. Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Der neue Amtsleiter Wolfgang Heinze ist nicht nur ein ausgewiesener Verwaltungsfachmann. Als Leiter der städtischen IT ist er darüber hinaus Experte für ein wichtiges Sachgebiet, das künftig sicher noch an Bedeutung gewinnen wird.“

Tatsächlich: Sollten im Rathaus einmal die PCs ausfallen, könnte die Stadtverwaltung in einen Zwangsurlaub gehen. Kein Arbeitsplatz ist mehr ohne PC, und darauf sind zahlreiche Programme im Einsatz. Von Anfang der 1990er Jahre bis heute hat Wolfgang Heinze diese Entwicklung im Schwalbacher Rathaus maßgeblich mitgestaltet und kann sie somit im Zeitraffer schildern: „Als ich 1988 begann, fand ich zwei Einzelplatz-PCs und eine Reihe von Bildschirm-Terminals vor, die über eine Datenfernverbindung an einen Großrechner des damaligen Kommunalen Gebietsrechenzentrums (KGRZ) Wiesbaden angeschlossen waren.“ Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der PCs erhöht, aus Einzelplatz-PCs wurde durch Vernetzung der Geräte ein servergestütztes Netzwerk. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten für die Anwendung moderner Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogramme geschult werden.

1998 war die Stadt Schwalbach erstmals per E-Mail erreichbar, 1999 folgte der erste Internet-Auftritt der Stadt. 2003 wurde das KGRZ in Wiesbaden geschlossen. Ein weiterer Meilenstein, so Wolfgang Heinze, war daher die Übernahme aller bisher auf Großrechner beim KGRZ laufenden Fachverfahren wie z. B. Einwohner- und Finanzwesen sowie Ordnungswidrigkeiten als bei der Stadt Schwalbach betriebene, servergestützte moderne Anwendungen. Sehr bedeutsam war in 2010 auch die Ablösung einer Vielzahl von Servern durch eine virtuelle Serverumgebung, ohne die ein Betrieb einer modernen Systemumgebung für eine Stadtverwaltung mit hohen Verfügbarkeitszeiten gar nicht mehr möglich wäre. (Hierbei werden nur noch wenige leistungsfähige Maschinen eingesetzt, auf denen die einzelnen logischen Server in einer Abstraktionsebene über Softwarelösungen abgebildet werden.)

Seit 2011 gibt es erste Online-Anwendungen für die Bürgerinnen und Bürger im Internet, zum Beispiel die Beantragung von Briefwahlunterlagen per Mausklick. Die Einführung des Mängelmelders als erste Online-Anwendung in einem workflow-gestützten System im Jahr 2016 hatte für die Verwaltung eine weitere besondere Bedeutung. Heinze: „Eine ständige Herausforderung ist außerdem die kontinuierliche Weiterentwicklung der gesamten IT-Umgebung der Stadt Schwalbach am Taunus. Sicherheit und Datenschutz stehen dabei an erster Stelle.“ Für die Zukunft erwartet er eine Reduzierung des Papierverbrauchs, einzelne digitale Arbeitsprozesse in der Verwaltung und dass Bürgerinnen und Bürger immer mehr Anliegen auch online beantragen können. In Kürze soll die digitale Gremienarbeit in Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung mit ihren Ausschüssen mittels einer App für Tablet-PC Einzug halten. „Hier hoffen wir in erster Linie, Drucksachen schneller zur Verfügung zu stellen und eine große Menge an Papier zu sparen. Weitere Aufgaben für die Zukunft werden die Einführung eines elektronischen Workflows für die Rechnungsbearbeitung und die Einführung eines elektronischen Dokumentenmanagements sein.“ Um all diesen Anforderungen zu genügen, wurde das IT-Team der Stadtverwaltung schon vor Jahren verstärkt.

Der 1963 geborene Wolfgang Heinze ist Schwalbacher. Er war auf dem Eichwaldgymnasium Sulzbach und besuchte danach die Oberstufe Schwalbach am Taunus. Von 1984 bis 1987 absolvierte er ein duales Studium an der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden, Abteilung Frankfurt, mit „Praxisblöcken“ bei der Stadt Schwalbach am Taunus. Das Studium schloss er als Diplom-Verwaltungswirt ab. Mit seiner Ehefrau lebt er in Schwalbach, seine Hobbies sind Radfahren und Fotografieren sowie Kreuzfahrten, gerne in nördlichen Gewässern. Dazu passt auch sein Motto: „Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel richten.“