Die Kastanien auf dem Marktplatz

Autor: Pressestelle
Veröffentlicht am: 17.05.2019

Der untere Marktplatz wird umgestaltet, die Arbeiten sollen im Frühjahr 2020 beginnen. Dabei sollen die sieben Kastanienbäume am Fuße des bunten Riesen weichen. Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Warum die Kastanien entfernt werden müssen, kann sich jeder vorstellen, der schon einmal eine Pflanze aus einem zu kleinen in einen größeren Blumentopf umtopfen musste.“ Denn die Kastanienbäume stecken zwischen den betonierten Mauern wie in großen Blumentöpfen. Wasser- und Nährstoffversorgung sind durch die lange Standzeit mittlerweile mangelhaft und der Raum für die Wurzeln ist zu klein. Das kann man schon daran erkennen, dass die Bäume zwar gleich alt sind, doch unterschiedlich groß.

Die Betonumrandungen zeigen zum Teil erhebliche Risse, bedingt durch Wurzeldruck, so wie man das von Blumentöpfen her kennt, wenn sie für die Pflanzen zu klein geworden sind. Es besteht in Zukunft die Gefahr, dass der Beton weiter nachgibt und die Bäume dann aus ihrem „Topf“ herauskippen. Etliche Kastanien in der Nachbarschaft sind im Laufe der Zeit schon abgestorben und mussten entfernt werden. Auch die noch vorhandenen sind nicht gesund, obwohl es derzeit einen anderen Anschein hat.

Hätte man die Bäume in Trockenzeiten mehr gegossen und gedüngt, wären sie besser gewachsen. Dann hätten sie aber die Betoneinfassungen schon längst gesprengt und man hätte sie fällen müssen. Größere Einfassungen lassen sich zwar herstellen, doch das würden die Bäume nicht überleben. Denn schon wegen ihres Gewichtes würden sie beim Entfernen der alten Einfassung ohne sehr aufwendige Stützmaßnahmen sofort umfallen. Ursache ist der kleine Wurzelraum im Verhältnis zur großen Krone. Man spricht hier auch von „kopflastig“. Auch wäre die Standfestigkeit langfristig nicht mehr gegeben, da sich das Wurzelwachstum an den alten Betonwänden ausgerichtet hat und der neue Raum kaum durchwurzelt wird.

Gleich, wie man nun den Unteren Marktplatz umgestalten möchte, die Kastanien haben hier auf Dauer keine Zukunft. Diese Argumentation wurde von einem Baumsachverständigen, dem Sachverständigenbüro Zorn, bestätigt und der Kommunalpolitik so vorgetragen. Fragen dazu beantwortet der Umweltschutzbeauftragte der Stadt Burghard Haueisen, Telefon 06196/804-175.