12. Januar: Rückepferde im Stadtwald

Am 12. Januar 2019 ist der Forstwirtschaftsmeister und Arbeitspädagoge Thilo Rinn mit seinen Rückepferden im Schwalbacher Stadtwald. Ort der Rückearbeiten ist die Abteilung 6 A des Stadtwaldes. Die Stelle ist vom Angelteich aus in weniger als fünf Minuten Fußweg zu erreichen. Der Weg wird vom Angelteich aus mit Hinweisschildern versehen.

Am 12. Januar 2019 ist der Forstwirtschaftsmeister und Arbeitspädagoge Thilo Rinn mit seinen Rückepferden im Schwalbacher Stadtwald. Die Rückepferde, darunter Idefix mit gut 800 Kilogramm, transportieren auf schonende Weise geschlagene Stämme aus dem Waldstück an den Wegesrand. Schwalbacher Spaziergänger können an diesem Tag dabei sein und zuschauen. Thilo Rinn führt um 11 Uhr und um 14 Uhr die Arbeit mit den Pferden vor, erläutert diese und steht für Fragen zur Verfügung. Der Einsatzort des Pferderückers liegt in Abteilung 6 A des Stadtwaldes. Vom Angelteich aus erreicht man die Stelle in weniger als fünf Minuten zu Fuß. Der Weg dahin ist vom Angelteich aus mit Hinweisschildern versehen. Den umweltfreundlichen Einsatz von Rückepferden ermöglichen Revierförster Martin Westenberger von HessenForst, Forstamt Königstein und die Stadt Schwalbach am Taunus als Eigentümerin des Stadtwaldes.

Die Baumentnahmen erfolgen – wie auch im Wirtschaftsplan angegeben und seinerzeit ausführlich thematisiert – zur Erhaltung der historischen Waldnutzungsform „Mittelwald“. Als Mittelwald bezeichnet man einen Bestand, der sowohl aus Oberständern (hier: alte Eichen) als auch aus Unter- und Zwischenstand besteht (hier hauptsächlich Buche und Hainbuche). Buche und Hainbuche werden durch Rückschnitt immer wieder aus Stockausschlag verjüngt, haben daher die Eigenschaft, dass die vitalen, vergleichsweise jungen Stämmchen in den Kronenbereich der alten Eichen einwachsen und dort Teile der grünen Kronen überschatten und diese so - teilweise oder ganz -zum Absterben bringen.

Will man also das vertraute Bild von starken, alten Eichen im Hauptbestand und dienendem Unter- und Zwischenstand erhalten, so muss – unter Schonung der Eichen - in der Konkurrenzbaumart eingegriffen werden. Anstelle der gefällten Stämmchen wachsen in den Folgejahren immer wieder neue Triebe nach. Die Stellen bleiben also nicht kahl, sondern der Bestand schließt sich im Laufe der Folgejahre wieder! Im Zuge der ausgewählten Entnahme fällt auch ein gesuchtes Brennholz-Sortiment an, das als sogenanntes Leseholz von der Bevölkerung nach Abschluss der Arbeiten bei der Revierförsterei erworben werden kann.














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