KOMPASS - KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel

Aktueller Hinweis: Sie haben von uns ein Schreiben mit der Bitte um Teilnahme an der KOMPASS - Sicherheitsbefragung erhalten? Bitte klicken Sie hier zum Start der Online-Befragung Externer Link - Neues Fenster (Teilnahme nur mit Einladung und Zugangscode möglich).

Bürgermeisterin Christiane Augsburger begrüßt auch im Namen des Magistrates die Teilnahme der Stadt Schwalbach am Taunus an dem neuen Programm „Kompass“ des Hessischen Innenministeriums. Dieses Projekt dient dazu, die Aktivtäten der Polizei und der Kommune noch besser zu vernetzen und so die Zusammenarbeit optimal zu gestalten. Augsburger: „Es ist eine gute Sache, wenn die Anstrengungen von Stadt und Polizei nicht nebeneinander laufen, sondern da, wo es sinnvoll ist, aufeinander aufbauen. Dies verstärkt unseren gemeinsamen Einsatz für Prävention und Sicherheit zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in dem Pilotprojekt!“

Eine ganze Reihe von Maßnahmen zu Prävention und Sicherheit ergreift die Stadt Schwalbach am Taunus bisher schon. So gibt es seit 2002 den Schwalbacher Präventionsrat, einer von zwölf kommunalen Präventionsräten im Main-Taunus-Kreis. Hier arbeiten die Vertreter von Stadtverordnetenversammlung, Seniorenbeirat, Ausländerbeirat und Magistrat zusammen mit der Stadtverwaltung und der Polizei, um Kriminalität schon im Vorfeld zu bekämpfen. Bereits 2011 wurde die Ordnungspolizei von drei auf fünf Mitarbeiter aufgestockt.

Seit gut drei Jahrzehnten ist in Schwalbachs Stadtmitte die Mobile Beratung mit dem Schwerpunkten Jugend- und Suchtberatung vor Ort. Sie arbeitet im Auftrag von vier Kommunen des östlichen Main-Taunus-Kreises. Schließlich wurde 2012 die Jugendarbeit der Stadt um Streetworker ergänzt. Die beiden mobilen Jugendarbeiter sind einen Teil ihrer Arbeitszeit in Schwalbach unterwegs, um Jugendliche kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihre Hilfe und Unterstützung für die Zukunftspläne der jungen Menschen anzubieten. Ein neuer Jugendraum wurde nach den Herbstferien eröffnet.

Auch die Schulsozialarbeit an einer weiterführenden und einer Grundschule kann zu einem überwiegenden Teil als präventiv angesehen werden. Die Schulsozialarbeit an der weiterführenden Schule finanziert der Main-Taunus-Kreis ganz, die an der Grundschule zur Hälfte. Das Jugendamt der Stadt unterstützt und begleitet die Schulsozialarbeit fachlich.

In Schwalbach gehört eine engagierte Jugendarbeit schon seit Jahrzehnten zum anerkannten Kern städtischer Aufgaben. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Die Personalausstattung in den Kindertagesstätten geht oft über übliche Standards hinaus und der Erzieherberuf ist vom Gehalt her besser eingestuft als mancherorts. Schwalbach unterhält als einzige Stadt des Main-Taunus-Kreises ein Jugendbildungswerk, was für eine Stadt dieser Größenordnung ungewöhnlich ist. Als Teil der Interkulturellen Wochen 2017, die in Schwalbach seit mehr als 25 Jahren stattfinden mit Veranstaltungen von Anfang September bis Ende Oktober gab es wieder bewährte und spannende Angebote für Kinder und Jugendliche.

Eine bauliche Maßnahme der Stadt ist die Umgestaltung des unteren Marktplatzes, die 2018 beginnen soll. Mit einer Projektgruppe, in der neben allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung auch gesellschaftlich engagierte Gruppen wie Behindertenvertretung und Verschönerungsverein sowie ein Experte der Polizei beteiligt waren, wurde ein Plan erarbeitet. Dieser wurde Anfang 2018 der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Abstimmung vorgelegt. Ebenfalls in den Haushaltsplan 2018 eingestellt wurden rund 600.000 Euro für eine Videoschutzanlage für den gesamten Bereich des Marktplatzes, Limespassage, Bahnhof und Parkdeck.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2016 der Polizeidirektion Main-Taunus hat die Stadt Schwalbach am Taunus eine Häufigkeitszahl (Zahl der bekannt gewordenen Fälle, errechnet auf 100.000 Einwohner) von 4.433. Sie liegt damit deutlich unter der Häufigkeitszahl von Hessen (6.672), aber auch unter der des Main-Taunus-Kreises (4.895). Schwalbach ist damit eine überdurchschnittlich sichere Kommune, die ein Schwerpunktproblem im Bereich des Marktplatzes mit verschiedenen Personengruppen hat.

Schwalbach am Taunus ist eine Stadt mit 15.200 Einwohnern im östlichen Teil des Main-Taunus-Kreises. Im Südosten grenzt es an Frankfurt am Main. Knapp 9.000 Menschen haben in Schwalbach ihren Arbeitsplatz, meist in den Verwaltungen weltweit tätiger Unternehmen. Menschen aus rund hundert Nationen haben hier eine Heimat gefunden. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Wohnstadt Limes nach einer preisgekrönten städtebaulichen Idee des Stadtplaners Hans Bernhard Reichow erbaut. Der Marktplatz als neue Mitte ist nicht Teil der Wohnstadt. Der Ortskern Alt-Schwalbachs ist dörflich geprägt, hier laden Gasthäuser mit Tradition zur Einkehr ein. 1970 wurde Schwalbach am Taunus zur Stadt erhoben.

Und hier die Broschüre und die Präsentation von KOMPASS.

Zur weiteren Information auch die Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Schwalbach am Taunus und des Polizeipräsidiums Westhessen vom Juli 2017:
Stadt Schwalbach am Taunus und Polizei beschließen Sicherheitspaket

Von links:
Innenminister Peter Beuth, Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger, Polizeipräsident Stefan Müller und Landespolizeipräsident Udo Münch.

Kompass 06_12

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