Von 1918 bis heute

1918


 

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird Schwalbach (Mainzer Brückenkopf) gemäß Versailler Vertrag für 15 Jahre von den Franzosen besetzt. Die Räumung erfolgt allerdings vorzeitig schon 1930.

Ende 1924 zählt Schwalbach 1.521 Einwohner

April 1928

Schwalbach kommt zum neugegründeten Main-Taunus-Kreis (mit Sitz in (Frankfurt-) Höchst).

13. Dezember 1930  

 

Beschlussfassung zur offiziellen Namensgebung durch die Gemeindevertretung:
Schwalbach, früher oft „Kleinschwalbach“ genannt, wird offiziell als „Schwalbach am Taunus“ bezeichnet. Das Abstimmungsergebnis der Gemeindevertretung lautet 5:2.

1933
 

Unspektakulärer Verlauf der sog. „Machtübernahme“ durch die Nationalsozialisten in Schwalbach; Philipp Kilb (Zentrum) seit 1930, bleibt Bürgermeister (bis 1934).

1934 bis 1943

 

Bürgermeister Kilb wird wegen Ungenauigkeiten in der Rechnungsführung der Gemeindekasse entlassen. Auf Anordnung der Behörden wird der Schmied Georg Kiesser, Mitglied der NSDAP, neuer Bürgermeister. Als dieser 1943 zum Kriegsdienst einberufen wird, übernimmt dessen Stellvertreter Fritz Wegstein das Amt.

Schwalbach im Zweiten Weltkrieg

Auch in Schwalbach am Taunus hat der Zweite Weltkrieg seine Spuren hinterlassen. Viermal gab es Bombenabwürfe; der schwerste Abwurf ereignete sich am 25. September 1944. Insgesamt forderten sie fast 40 Tote.

24./25. August 1942    


 

Abwurf von Brandbomben (22 Scheunen in Brand), 1 Sprengbombe (1 Toter) Haus Sodener Straße 4 (MzG 5, S. 33; Pfarrchronik). Am 25. August Zerstörung des Hauses E. Kilb, Sodener Straße durch Luftmine (er selbst tot geborgen); dazu Abwurf einiger hundert Brandbomben/Zerstörung von 23 Häusern und Scheunen.

25. September 1944



 

Bombenangriff auf Schwalbach (24 Tote, 14 total zerstörte Häuser). 150 Häuser und Scheunen wurden zerstört, 29 Tote. Die Schule wird fast völlig zerstört; zögerlicher Wiederaufbau eines Schulsaals/Schichtunterricht
(Kl. III=8./7./6. Schuljahr) 8-11 Uhr / Kl. II (5./4./3. Schuljahr 11-14 Uhr / Kl. I (2./1. Schuljahr) 14-16 Uhr.

5. November 1944
 

Abwurf von etwa 150 Bomben, größtenteils außerhalb des Ortes.
Drei Bomben auf Schwalbach (4 Tote, drei Häuser zerstört und 2 Scheunen).

17. Februar 1945

Abermals Fliegerangriff mit 4 Toten.

19. Februar 1945
 

Nach Angriff auf Frankfurt am Main noch Bombenabwurf auf Schwalbach (4 Tote, davon 2 Flüchtlinge aus Ostpreußen).

29. März 1945
 

Einmarsch der Amerikaner in Schwalbach. Damit ist für die Schwalbacher Bevölkerung der Zweite Weltkrieg vorüber.

Nachkriegszeit: 1945 bis heute

Die Einwohnerzahl wächst stetig: von 1.500 im Jahr 1925 auf 3.300 im Jahr 1956.

September 1946

Wohnungszählung: 721 Haushaltungen/600 Wohnungen/2.208 Einwohner.

September 1950

Wohnungszählung: 722 Haushaltungen/603 Wohnungen/2.387 Einwohner.

Die wohl größte Veränderung in der Geschichte Schwalbachs bedeutet der Bau der Wohnstadt Limes in den Jahren 1960 bis 1964. Die vielen im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wohnungen und die anwachsende Zahl junger Familien mit Kindern ließ die Idee reifen, in Schwalbach, anschließend an den alten Ortskern, eine Wohnstadt im Grünen zu bauen. Mit der Limes-Wohnstadt wird ein preisgekröntes städtebauliches Modell verwirklicht - mit S-Bahn-Anschluss, Kindergärten, Schulen, Kirchen, Schwimmbad, Sportplätzen und mit viel Grün.

wohnstadt-limes

In diesen Jahren wächst die Bevölkerungszahl Schwalbachs sprunghaft an, 1970 zählen wir etwa 14.000 Einwohner. Und am 9. Mai 1970 erhält Schwalbach am Taunus das Stadtrecht: Aus dem kleinen Bauerndorf - einige Zeit nannte man es auch "Kleinschwalbach" - wurde eine moderne Stadt mit vielen Vorzügen.

17. Mai 1962

Erster Spatenstich zum Bau der neuen Wohnstadt Limes.

20. Juni 1966

Grundsteinlegung Hallenbad Schwalbach.

28. Oktober 1967

Einweihung der Friedrich-Ebert-Schule.

9. Mai 1970

Erhebung der Gemeinde Schwalbach zur „Stadt“.

22. Dezember 1970
 

Eröffnung der Limesbahn Frankfurt am Main - Bad Soden und damit Anschluss Schwalbachs an das Eisenbahnnetz.

31. August 1973

Einweihung des neuen Rathauses und Bürgerhauses

Mai 1978

Aufnahme des S-Bahn-Betriebs.

9. bis 25. Mai 1981  

1200 Jahr-Feier.