E-Boards und Monowheels sind auf Straßen und Gehwegen verboten!

Das Ordnungsamt informiert

Dieser Hinweis des Ordnungsamtes kommt sicher für viele Eltern- und natürlich deren Sprösslinge - überraschend. Aber nicht immer ist alles, was gerade „trendy“ und „in“ ist, auch erlaubt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die immer häufiger auf den Straßen und Gehwegen zu beobachtenden Monowheels oder E- Boards - besser bekannt auch als Hoverboards.

Weil diese elektrisch angetriebenen Fortbewegungsmittel motorisiert sind und schneller als sechs Kilometer pro Stunde fahren, werden sie hierzulande als Kraftfahrzeuge eingestuft. Somit haben sie auf Rad- und Gehwegen sowie anderen Fußgängerbereichen nichts zu suchen. Aber auch auf der Straße dürfen die E-Boards nicht benutzt werden. Hierfür bräuchten sie eine entsprechende Zulassung – analog der eines Mofas oder Pkw. Da an den Wheels und E-Boards jedoch weder ausreichende Bremsen, Beleuchtung oder Nummernschilder angebracht sind, ist eine Zulassung als Fahrzeug im Sinne der Straßenverkehrsordnung gar nicht möglich - auch nicht ausnahmsweise, da es zudem an einer entsprechenden Betriebserlaubnis fehlt.

Ein weiteres Hindernis ist die fehlende Haftpflichtversicherung, die ja bei der Zulassung eines Kraftfahrzeugs nachgewiesen werden muss. Keine Versicherung wird solch ein Wheel oder Board versichern - eben weil es ja nicht zulassungsfähig ist. Und die private Haftpflichtversicherung greift in diesem Falle auch nicht. Es handelt sich bei dem Versicherungsgegenstand schließlich um ein Kraftfahrzeug - und dafür gibt es eben spezielle Kraftfahrversicherungen. Wenn also bei der Nutzung jemand zu Schaden kommt, wird es für den Verursacher persönlich sehr teuer.

Last but not least, würde man theoretisch zum Führen der E-Boards auch noch einen entsprechenden Führerschein benötigen. Welches Kind unter 15 Jahren hat den schon? Letztlich bleibt jedem also leider nur die Nutzung dieser trendigen Fortbewegungsmittel auf dem eigenen, ausschließlich privat genutzten Grundstück. Wer im öffentlichen Verkehrsraum von der Polizei mit solch einem Gerät erwischt wird, muss mit gravierenden Konsequenzen rechnen. Das widerrechtlich genutzte Gefährt wird einbehalten und ein Strafverfahren wegen der illegalen Nutzung und eventuell auch Fahren ohne Führerschein eingeleitet. Eltern haften für ihre Kinder!

Da E-Boards und Monowheels vor allem bei Kindern und Jugendlichen ein großes Interesse hervorrufen, sollten Großeltern, Eltern, Freunde und Bekannte den Kauf eines solchen Fortbewegungsmittels als Geschenk, insbesondere auch im Hinblick auf die Haftungsfrage, gut überdenken. Und auch, ob der Spaßfaktor bei der ausschließlichen Nutzung „im eigenen Hof“ noch im Verhältnis zu dem doch recht happigen Anschaffungspreis steht. Weitere Auskünfte dazu erhält man beim Ordnungsamt der Stadtverwaltung oder bei der zuständigen Polizeidienststelle.

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