Aufstellung eines Bebauungsplans "Östlich der Straße Am Flachsacker"

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können bis 25. April 2018 im vierten Stock des Rathauses Einsicht in die Unterlagen nehmen und ihre Anregungen dazu schriftlich äußern.

Für das Gebiet „Östlich der Straße Am Flachsacker“ soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung dazu hat am Mittwoch, 21. März begonnen. Noch bis 25. April sind interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, im vierten Stock des Rathauses Einsicht in die Unterlagen zu nehmen und ihre Anregungen dazu schriftlich vorzubringen. Die Unterlagen findet man auch im Netz, bitte hier klicken.

Auftakt der frühzeitigen Bürgerbeteiligung war eine Informationsveranstaltung am 20. März im Bürgerhaus. Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Das Interesse war groß. Mehr als sechzig Schwalbacherinnen und Schwalbacher haben die Gelegenheit wahrgenommen, sich aus erster Hand zum Vorhaben der Stadt informieren zu lassen.“ Neben Folkert Rüttinger vom beauftragten Schwalbacher Planungsbüro ROB, der den Bebauungsplan-Vorentwurf präsentierte, war auch der Lärmgutachter Reinhard Ziegelmeyer von der GSA Ziegelmeyer GmbH aus Limburg anwesend.

Das Plangebiet liegt östlich der Straße Am Flachsacker und westlich vom Schwalbach (Zusammenfluss von Sauerbornsbach und Waldbach). Es umfasst fast 22.000 Quadratmeter (oder fast 2,2 Hektar). Nötig wurde die Aufstellung des Bebauungsplans aus mehreren Gründen. Einmal ist Schwalbach am Taunus ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort, der bis 2020 mit einem Bevölkerungszuwachs von 4,8 Prozent rechnen kann. Weiter sind schon bisher 1,3 Hektar des Gebiets östlich der Straße Am Flachsacker im Regionalen Flächennutzungsplan 2010 als „gewerbliche Baufläche“ (und damit als Reserve für die Ansiedlung von Gewerbe) vorgesehen.

Der Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 99 bringt nun beide Bedarfe zusammen: Für den „Planstreifen“ direkt an der Straße Am Flachsacker sind ein Mischgebiet (ca. 80 Prozent dieser Fläche) und ein allgemeines Wohngebiet (ca. 20 Prozent dieser Fläche) vorgesehen. Hier sind Gebäude bis zu drei Geschossen erlaubt. In einem Mischgebiet stehen die beiden Nutzungsarten „Wohnen“ und „Unterbringung von Gewerbebetrieben“ gleichberechtigt nebeneinander. Dabei dürfen die Gewerbebetriebe das Wohnen jedoch nicht wesentlich stören.

Das Mischgebiet befindet sich direkt gegenüber den Gewerbebetrieben (beispielsweise Busdepot und Getränkehandel) auf der anderen Straßenseite. Direkt gegenüber der Wohnbebauung Am Flachsacker schlägt der Bebauungsplan-Vorentwurf für die restlichen 20 Prozent des Streifens jedoch ein „Allgemeines Wohngebiet (WA1) vor. Nicht störende gewerbliche Nutzung ist dort nur ausnahmsweise erlaubt, das Wohnen steht im Vordergrund der Nutzung. Der zweite „Planstreifen“ dahinter in Richtung Bach wird als Wohngebiet WA2 klassifiziert. Die Gebäude dort dürfen nur noch zwei Stockwerke hoch sein und der Charakter als Wohngebiet tritt noch deutlicher zutage.

Vor der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 99 war dort knapp ein Hektar (0,9 ha) als Grünfläche vorgesehen, die nun entfallen soll. Um der Natur (wie im Baugesetzbuch vorgeschrieben) zu ihrem Recht zu verhelfen, muss dieser Flächenverbrauch durch Verzicht auf eine andere mögliche Wohnbebauung ausgeglichen werden. Hier wird vorgeschlagen, eine ein Hektar große, im Regionalen Flächennutzungsplan 2010 dargestellte geplante Wohnbaufläche in der Nähe der Reithalle zu streichen.

Auch die Natur im Plangebiet soll geschützt werden. So teilen die Festsetzungen des Planes beispielsweise mit, dass die „Mindestpflanzungen“ aus standortgerechten, heimischen und sommergrünen Laubbaum- und Laubstraucharten anzulegen sind. Dazu werden dann die entsprechenden Sorten an größeren und kleineren Laubbäumen, Obsthochstämmen und Sträuchern genannt.

Im Interesse von Mensch, Natur und Umwelt (und gesetzlichen Vorgaben entsprechend) wurde das Plangebiet gründlich untersucht. Ob Artenschutz, Bodenbeschaffenheit, Geruchsemmission, Grundwassersituation, Lärm oder Verkehrsverhältnisse – unter jedem dieser Blickwinkel wurde ein entsprechendes Gutachten vorgelegt. Darüber kann sich nun jeder informieren, sei es durch einen Blick in die Unterlagen im Netz oder durch einen Besuch im Rathaus. Dessen Öffnungszeiten lauten wie folgt: Montag und Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr. Mittwoch von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr, Freitag von 7 Uhr bis 12 Uhr, Dienstag geschlossen.

 

 

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