Fernwärme / Energiesparen / Erneuerbare Energien
Energieversorgung - ein Thema, das jeden Tag an Bedeutung gewinnt.
Informationen zur Zukunft der Fernwärmeversorgung in Schwalbach am Taunus finden Sie hier.Interessengemeinschaft Fernwärme
Informationen der Interessengemeinschaft Fernwärme Schwalbach am Taunus finden Sie hier
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Kundenbeirat Fernwärme
Der Kundenbeirat ist ein Gremium der Stadt Schwalbach am Taunus und der Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG. Er setzt sich aus Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung oder zur Stadtverordnetenversammlung wählbaren Bügerinnen und Bürgern sowie Mitgliedern der Stadtverwaltung/des Magistrats, der Nassauischen Heimstätte und der Süwag zusammen.
Hintergrund
Der Kundenbeirat Fernwärme wurde nach dem Kauf des Grundstücks des Fernheizwerks durch die Stadt Schwalbach am Taunus im Dezember 2021 als Interessenvertretung der Kunden und zur Beratung des Betreibers in Leben gerufen. Basis dafür ist der Vertrag zwischen E.ON Energy Solutions GmbH und der Stadt Schwalbach am Taunus. Die Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG ist zum 01.01.2023 in die Verträge der E.ON eingetreten und übernimmt diese Aufgaben.
Die kommunale Planung und die kommunale Energiepolitik, sowie der Auftrag der Süwag zur Wärmeversorgung der Limesstadt begründen die gemeinschaftliche Verantwortung für Fragen der örtlichen Energiewirtschaft. Dies erfordert eine intensive Abstimmung zwischen Stadt und Süwag. Der Kundenbeirat ist beratendes Bindeglied und in ihm sollen konsensfähige Lösungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwalbach gefunden werden. Diese Verzahnung zwischen Betreiber und Kunden ist in dieser Form erstmalig in der Praxis etabliert worden, um die Bewältigung von Herausforderungen, die mit der Fernwärmeversorgung, Kommunikation mit Kunden und Weiterentwicklung der Schwalbacher Fernwärme verbunden sind, durch einen konstruktiven Austausch zwischen allen Beteiligten zu sicherzustellen.
In Schwalbach sind die folgenden Gremien mit dem Thema Energieversorgung/Fernwärme befasst:
- Der Magistrat insbesondere die Energiekommision als Expertengremium des Magistrats.
- Die Stadtverordnetenversammlung, insbesondere der BVUK (Ausschuss für Bau, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz).
Im Kundenbeirat Fernwärme sind fünf Fernwärmekunden vertreten Monika Großmann, Anton Denk, Jens-Uwe Graefe (Vorsitz), Carsten Jäger, Daniel Zillich, weitere Mitglieder aus allen Fraktionen des Stadtparlaments Jan Frey (stellvertretender Vorsitz), Dr. Adalbert Sapok, Arnold Bernhardt, Stephanie Müller, Prof. Dr. Herbert Swoboda, sowie Schwalbachs Bürgermeister Immisch und als Vertreter des Magistrats Norbert Wielens, zwei Vertreter des Betreibers der Fernwärmeversorgung Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG: Jens Völpert, Philip Wen und ein Vertreter der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt (NHW): Michael Mahlich.
Foto: Mitglieder des Kundenbeirats
Die Amtszeit ist an die Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung gebunden.
Ziele
Der Kundenbeirat Fernwärme setzt sich für die Interessen der unterschiedlichen Kundengruppen der Schwalbacher Fernwärmeversorgung ein, berät den Betreiber und tagt dazu kontinuierlich mindestens zwei Mal im Jahr in nicht öffentlicher Sitzung.
Schwerpunkte der bisherigen Arbeit
- Beratung zu Qualität, Verständlichkeit und Geschwindigkeit der Abrechnungen
- Austausch zu Kostentransparenz, Preisveränderungen durch Indizes, Volatilität der Arbeitspreise
- Hinweise zur Gestaltung der Kundenkommunikation für Brief, Abrechnungen und Erklärungen
- Konstruktive Kritik und sachlicher Dialog über Missstände und Defizite
- Austausch zum Verständnis des technischen Aufbaus, zu Energieeinsatz/ -beschaffung, zu Betriebskosten im Heizkraftwerk, sowie zu Netzverlusten
- Beratung zu Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung (Erneuerung Versorgungsleitungen, Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung, u. a.)
- Aufzeigen von Optimierungspotentiale auf Seiten der EFH und MFH mit Hilfe von Gebäudetypen (Modernisierung Wärmedämmung, Fenster, Einbau Wärmeübergabestation/Kompaktstation, u. a.)
- Anmahnen der fehlenden Abrechnungen gegenüber der E.ON
- Informationsveranstaltung für Fernwärmekunden von E.ON unter Leitung des Kundenbeirats am 20.12.2022 im Bürgerhaus der Stadt Schwalbach
Abrechnungen
Abrechnungen 2022 und 2023
Die Abrechnung wird durch die E.on Energy Solutions GmbH erstellt und die Erstellung der Abrechnungen ist seit einigen Jahren eine große Herausforderung. Aus diesem Grund hat der Kundenbeirat in seinen Sitzungen sich von den Vertretern der E.on über den Stand der Arbeiten und den Zeitplan erläutern lassen und auf eine zügige Bearbeitung der Defizite gedrungen.
Aufgrund der geringen Fortschritte hat der Kundenbeirat am 05.03.2025 an die Geschäftsleitung einem Brief geschrieben, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. In der Antwort vom 03.04.2025 hat die E.on Geschäftsführung über die laufenden Aktivitäten berichtet.
Nachdem kein Rechnungsversand für die Mehrfamilienhäuser bis Juni 2025 erfolgte, wurde der Kundenbeirat am 15.07.2025 erneut bei der E.on Geschäftsleitung vorstellig. In der Folge ist ein Mailaustausch und Telefonate und zwischen E.on Generalbevollmächtigtem Dr. Beckedahl und dem Vorsitzenden des Kundenbeirats etabliert worden.
Allerdings sind die zahlreichen Schwierigkeiten der E.on und ihres Dienstleisters bei der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben immer noch nicht vollständig überwunden, so dass aktuell aus dem Jahr 2022 neun Abrechnungen für Mehrfamilienhäuser mit Gewerbe und die Abrechnungen für alle Mehrfamilienhäuser für das Jahr 2023 offen sind.
Der Kundenbeirat bleibt am Thema dran.
Abrechnung 2024
Die Abrechnungen werden seit 2024 durch die Süwag Grüne Energien und Wasser erstellt. Die Abrechnungen bauen aufeinander auf. Somit ist es erst möglich Abrechnungen für das Jahr 2024 zu erstellen, wenn die Übergabe der Verbrauchsdaten für das Jahresende 2023 von der E.on erfolgt ist. Auf Seiten der Süwag sind alle vorbereitenden Punkte abgeschlossen, so dass nach Übergabe der E.on Daten bereits die Einfamilienhäuser abgerechnet werden konnten.
Abrechnung 2025 und Ausblick
Zukünftig sollen die Jahresabrechnungen innerhalb der ersten sechs Monate des Folgejahres erfolgen.
Maßnahmen zur Kostenreduktion EFH und MFH
- Die Kosten für Wärme in Ein- und Mehrfamilienhäusern hängen wesentlich von der Gebäudesubstanz und den Heizungseinstellungen ab. In Abhängigkeit vom Baujahr des Gebäudes und bereits durchgeführten Maßnahmen am Haus empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch einen Energieberater und ggf. einen energetischen Sanierungsfahrplan zu erstellen, um zielgerichtet den Energiebedarf eines Hauses zu reduzieren. Mit einer zertifizierten Energieberatung können ggf. Zuschüsse von BANF, KfW genutzt werden.
Eine kostenlose Erstberatung in Energiefragen bietet die Energieberatung des Main-Taunus-Kreises . - Es ist mittelfristig geplant eine Absenkung der Heizwassertemperatur des Heizwerks auf 70 Grad vorzunehmen. Dadurch ist es sinnvoll in einem Haus eine Kompaktstation für die Erzeugung von Warmwasser und Erwärmen des Heizkreislaufs im Haus einzubauen.
Weitere Informationen der Süwag zur Gestaltung einer Wärmeübergabestation in EFH und MFH finden Sie hier: https://www.suewag.com/erzeugung/ihre-versorgung
Störungen und Kontakt
Kontakt Süwag:
https://www.suewag.com/erzeugung/service/kontakt
Störungen:
Heizwerk Schwalbach: 06196 - 881690
https://störungsauskunft.de/fernwärme
Sie erreichen uns 24/7
Vertragsfragen:
Kunden- und Vertragsmanagement SGEW für Wärme- und Quartierversorgung:
069 - 950130 - 41 (kostenpflichtig)
Sie erreichen uns an Werktagen zu folgenden Uhrzeiten:
Mo - Do: 09:00 Uhr – 16:00 Uhr
Fr: 09:00 Uhr – 13:00 Uhr
Kontakt Kundenbeirat Fernwärme:
Gerne können Sie den Kundenbeirat für Hinweise und Anregungen ansprechen. (Mail: KBFW.Schwalbach@t-online.de )
Energieberatung des Main-Taunus-Kreises
Der Main-Taunus-Kreis bietet Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose Erstberatung in Energiefragen. Verschiedene Zielgruppen, wie z.B. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Mieterinnen und Mieter, Bauwillige oder Inhaber von gewerblich genutzten Gebäuden, erhalten Informationen über Energiesparmöglichkeiten, Fördermittel oder erneuerbare Energien. Weitere Informationen zum Beratungsangebot im Landratsamt sowie online finden Sie auf der Homepage der Energieberatung des Main-Taunus-Kreises.
Mit einem Förderprogramm unterstützt der Main-Taunus-Kreis die Installation von Mini-PV-Anlagen. Das Programm ist vor allem für Personen interessant, denen kein eigenes Dach zur Erzeugung und Nutzung der Sonnenenergie zur Verfügung steht. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie Balkon- bzw. Mini-Solarmodule des Main-Taunus-Kreises finden Sie hier.
Weitere Links zu Ihrer Information:
Die Stromsparbroschüre "Strom effizient nutzen " der LandesEngergieAgentur Hessen stellt einen Leitfaden für die wirtschaftliche Stromeinsparung ohne Komfortverzicht in den eigenen vier Wänden dar.
LEA LandesEnergieAgentur Hessen
Hessisches Solardachkataster Informationssystem
Wattbewerb – Städte-Challenge zur Photovoltaik (Februar 2021 bis September 2023)
Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nahm die Stadt Schwalbach am Taunus an Wattbewerb
teil, einem Wettbewerb für den Ausbau von Photovoltaik in deutschen Städten. Das Ziel dieser Städte-Challenge war es, die Energiewende durch den Ausbau von Photovoltaik in den Städten zu beschleunigen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz im Rahmen des Pariser Klimaschutz-Abkommens von 2015 zu leisten.
Schwalbach startete im Februar 2021 bei 106 bestehenden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 1453 kW-Peak und einer sich daraus ergebenden Leistung von 91 Watt-Peak je Einwohner in den Wettbewerb. Am Ende der Wettbewerbsphase, Ende September 2023, war ein Stand von 277 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 2580 kW-Peak erreicht. Dies entspricht einer Steigerung von 77 %. Als Mitglied im Bündnis der Klima-Kommunen hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Auf dem Weg dorthin ist die sukzessive Ausstattung städtischer Liegenschaften mit Photovoltaik-Anlagen eine der Maßnahmen. So wurde bereits das Dach eines Pumpwerkes mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Ausstattung der Dächer des Rat- und Bürgerhauses und des Naturbades ist in Vorbereitung.
Der Zubau an Photovoltaik hat sich in Deutschland enorm beschleunigt und dazu beigetragen, dass 2023 erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren Energien als aus fossilen Energieträgern produziert wurde. Dabei zielte Wattbewerb vor allem darauf ab, auch zu privatem Engagement motivieren. Hausbesitzer und Betriebe sollten für den Ausbau der Photovoltaik überzeugt werden.
Übrigens: Über Steuererleichterungen für den Betrieb von kleinen Photovoltaikanlagen informiert das Hessische Ministerium der Finanzen auf der Webseite "Ihr digitales Finanzamt" .