Kommunale Wärmeplanung
Der Bericht zur kommunalen Wärmeplanung wurde im Februar 2026 abgeschlossen. Er kann hier eingesehen werden.
Mit dem Abschluss dieses Berichts kommt die Stadt Schwalbach ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, die durch die Bundes- und Landesgesetzgebung für Kommunen vorgegeben wurde. Er schafft die strategische Grundlage für eine treibhausneutrale, kosteneffiziente und nachhaltige Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. Der circa 60 Seiten starke Bericht beschreibt eine rechtlich unverbindliche, strategische Fachplanung zur Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in Schwalbach am Taunus. Dabei entfaltet die Planung keine unmittelbare Rechtskraft gegenüber Dritten. Das bedeutet konkret: Weder für die Stadt Schwalbach noch für die privaten Hauseigentümer entstehen durch diesen Bericht direkte Handlungs- oder Umbauverpflichtungen. Er dient primär als Wegweiser für künftige Investitionen.
Um auf technische und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können, wird der Plan alle fünf Jahre fortgeschrieben.
Schwalbach startet mit der kommunalen Wärmeplanung
Die Stadt Schwalbach am Taunus beginnt mit der kommunalen Wärmeplanung – einem wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlichen, bezahlbaren und zukunftsfähigen Wärmeversorgung. Ziel ist es, die lokalen Gegebenheiten zu analysieren und daraus eine Strategie zu entwickeln, wie Schwalbach langfristig und nachhaltig mit Wärme versorgt werden kann.
Die Kommunale Wärmeplanung erfolgt in Form einer Interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Kronberg im Taunus. Die räumliche Nähe beider Städte, die Synergien im Projektmanagement sowie das Potenzial der Abwärmenutzung aus Rechenzentren und die Versorgung von Wohn- und Gewerbeeinheiten durch kommunenübergreifende Nahwärmenetze versprechen Vorteile bei einer gemeinsamen Bearbeitung.
Wie läuft die Wärmeplanung ab?
Die Wärmeplanung erfolgt in mehreren Phasen:
1. Bestandsaufnahme: Zunächst wird erfasst, wie hoch der aktuelle Wärmebedarf in Schwalbach ist, welche Energieinfrastruktur bereits vorhanden ist und wie die Gebäude- und Nutzungsstruktur aussieht.
2. Potenzialanalyse: Im nächsten Schritt werden mögliche erneuerbare Energiequellen, Abwärmenutzung und Effizienzmaßnahmen untersucht, die für Schwalbach infrage kommen.
3. Zielszenarien: Auf Basis dieser Daten werden Szenarien entwickelt, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 aussehen könnte – abgestimmt auf die örtlichen Rahmenbedingungen.
4. Maßnahmenkatalog: Abschließend werden konkrete Vorschläge und Projekte erarbeitet, die zur Umsetzung der Ziele beitragen können – inklusive einer zeitlichen Einordnung und Priorisierung.
Bürgerversammlung am 7. Oktober 2025
Um die Öffentlichkeit transparent über den Prozess zu informieren, fand am Dienstag, 7. Oktober 2025 eine Bürgerversammlung statt. Dort informierte das mit der Wärmeplanung beauftragte Büro UBP über den aktuellen Stand und stellte den Zeitplan sowie die bisherigen Bedarfs- und Potenzialanalysen vor. Die Präsentation finden Sie hier.
Anschließend waren alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich in zwei Workshop-Runden zu den Themen Wärmenetze sowie Sanierung und Maßnahmen aktiv zu beteiligen und Fragen zu stellen oder Anregungen zu äußern.
Ergänzend bestand für interessierte Schwalbacherinnen und Schwalbacher die Möglichkeit, sich freiwillig an einer Online-Umfrage zu ihrem Energiebedarf zu beteiligen. Diese Informationen helfen dabei, die Planung möglichst realitätsnah und bedarfsgerecht zu gestalten.
Am 21.01.2026 stellte das mit der Wärmeplanung beauftragte Büro UBP im Ausschuss für Bauen, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz den aktuellen Stand der Wärmeplanung vor. Die Präsentation finden Sie hier.